Die kokreative Ökonomie – Die Entstehung eines Reallabors

In einem öffentlich zugänglichen Projektaufbau soll im ersten Halbjahr 2020 erforscht werden, ob ein Modellprojekt in Hannover plausibel und unter welchen Bedingungen der Aufbau einer kokreativen Ökonomie möglich ist. Dabei soll ein skizziertes Konzept für eine Token-Ökonomie mit allen relevanten Stakeholdern und auch der Öffentlichkeit besprochen und gemeinsam angepasst werden. Alle sollen die Möglichkeit bekommen unter der Voraussetzung guter Informiertheit ein Konzept mitzugestalten, dass ab Q3/Q4 2020 in die Umsetzung gehen kann.

Aus diesem Dialog entsteht der erste Schritt hin zu einem ökonomischen Konzept, dass zum Ziel hat, für das Gemeinwohl dringend benötigte ehrenamtliche Tätigkeit attraktiver bzw. bezahlbar zu machen.

“Ich denke, dass eine Blockchain-basierte Plattform, um dezentrale Mikrowirtschaften aufzubauen am meisten Sinn macht. So kann man die Bürger ermächtigen, selber Lösungen zu finden.”

Ric Ferrer (Hafven, Digitales Hannover e.V., PEY) auf die Frage wie er bei der Lösung aktueller Herausforderungen der koproduktiven Stadtentwicklung vorgehen würde.

Mit folgenden Akteur*innen wurde bereits eruiert ob eine Zusammenarbeit am Thema vorstellbar wäre und ob der Ansatz sinnstiftend wahrgenommen wird:

– Annette Reus, LHH – Fachbereich Soziales, Ehrenamtliches Engagement, vor allem mit der Perspektive ein Erweiterung für die Ehrenamtskarte zu entwickeln

– Ric Ferrer – Hafven, Digitales Hannover e.V., mit der Perspektive das Modellprojekt auch mit wirtschaftlichen Akteur*innen in Verbindung zu bringen

– Martin Wanecke, Blockwunder, mit Schwerpunkt auf technische Umsetzung und Machbarkeit im Bereich Hardware und Datenbank-Infrastruktur

– Sebastian Jacobs, WeMake, mit Blick auf bereits eruierte Nutzeransprüche und Erfahrungen im Umgang mit Software-Entwicklung

– Tim-Lars Schnehage, blanq, mit einer Machbarkeitseinschätzung bezüglich technischer Umsetzung auf Software-Ebene

– Thomas Schreiber, freier App-Entwickler, als Interface Designer

Alle bisher angesprochenen Akteur*innen waren vom Ansatz fasziniert und sind daran interessiert ein Modellprojekt mitzuentwickeln.

Im Rahmen des Piloten soll es nun darum gehen, die Idee einfacherer erklärbar und anschaulich zu machen. Es soll Öffentlichkeit und bessere Informiertheit für das Thema geschaffen werden. Ein erster Software-Protyp soll entstehen, der gemeinsam mit allen Interessierten revisiert und angepasst wird, während an einer Folgefinanzierung und Prozessplanung für eine mögliche Umsetzung gearbeitet wird.

Dafür wird folgendes beantragt:

2019

– Budget für Werkvertrag für kurzfristige konzeptionelle Unterstützung (Folgefinanzierung durch UIA Fonds)

2020

– Eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle für Organisation, Administration, Konzeptentwicklung, Veranstaltungsmanagement & Öffentlichkeitsarbeit – 14.400 €

– Ein Budget für Werkverträge im Bereich Software Entwicklung und konzeptionelle Unterstützung – 12.000 €

– Miete & Rechnerkosten – 3.300 €

Q1/2 2020 – Proof of Concept

Der Pilotantrag bezieht sich auf das erste Halbjahr 2020 und besteht im Grunde aus dem s.g. ‘Proof of Concept’. Es geht also um die Frage: Ist ein solches Modellprojekt überhaupt möglich? Und wenn ja, wie soll es aussehen? Dafür sollen folgende Ziele erreicht werden:

– Herausfinden welche Stakeholder relevant sind und einbezogen werden sollten,
– Stakeholder in gemeinsamen Treffen onboarden
– Für bessere Informiertheit zum Thema alternativer Wirtschaftsmodelle, Blockchain und Token-Ökonomie bei allen Beteiligten und Interessierten sorgen
– Finanzierung eruieren
– MVP (Minimum Viable Product, ein kleiner Software Prototyp) herstellen
– Erste Berater onboarden
– Umfrage und Bedarfserhebung mit der Stadtgesellschaft durchführen
– Prozessdesign für die langfristige Entstehung des Modellprojekts entwickeln
– Team für die Entwicklung des Modellprojekts zusammenstellen
– Öffentlichkeit für den Prozess herstellen
– Manuskript für erste Publikation erstellen

Die genauen Schritte und Phase können dem angehängten Projektplan entnommen werden. Eine detaillierte Aufschlüsselung der einzelnen Arbeitsschritte wird nachgereicht.