Nachbarschaftsladen Kö20

Der Nachbarschaftsladen ist ein Projekt, das von vielen Einzelpersonen aus der Nachbarschaft rund um die Königsworther Straße 20 initiiert wurde und organisiert wird. Die Idee des Ladens ist es einen Ort zu schaffen, an dem sich die Nachbarschaft begegnen und aktiv werden kann. Der Raum soll offen stehen für alle Anwohner*innen der Königsworther Straße, sowie den direkt von der Königsworther Straße abgehenden Seitenstraßen.

Vor knapp einem Jahr wurde der Laden, der zuvor lange Zeit leer stand, gemeinsam von einer Gruppe aus Nachbar*innen übernommen und aus eigenen Mitteln „grundrenoviert“. Seitdem wird er von unterschiedlichen Menschen aus der Nachbarschaft genutzt: als offender Co-Working-Space, als Pop-Up-Ausstellungsraum, für Jam-Sessions und Konzerte, ein Sonntags-Café, Film-Screenings und Doppelkopfabende.

Nachdem anfänglich über 60 Nachbar*innen zu unseren Treffen gekommen sind und die Bereitschaft gezeigt haben, sich im Laden einzubringen, ist das Programm und die Nutzung über den Sommer leider etwas eingeschlafen. Wir müssen uns als Inititatorengruppe eingestehen, dass wir die Organisation des Ladens im Ehrenamt nicht alleine stemmen können. Aktuell ist ein Gruppe von etwa 20 Menschen im Laden aktiv. Der Raum ist aber weit von einer vollständigen Auslastung, sowohl räumlich als auch inhaltlich entfernt.

Deshalb wenden wir uns mit der Bitte um Förderung an die Gesellschaft für außerordentliche Zusammenarbeit und denken, dass folgende Unterstützung dem Projekt in seinem Fortbestand und der Weiterentwicklung helfen würden:

1.) Eine 450 €* - Stelle für 6 Monate
Aus unserem Erfahrungen der selbstorganisierten Monate wissen wir, dass es unbedingt einen Menschen geben muss, der sich in Hauptverantwortung um die Organisation des Ladens kümmert und als Ansprechpartner*in für die Nutzer*innen zur Verfügung steht. In der notwendigen Kontinuität kann das aktuell niemand von uns im Ehrenamt stemmen. Noch dazu sind wir kein Verein, sodass wir weder über die finanziellen Mittel verfügen eine solche Stelle einzurichten, noch als Privatpersonen jemanden für diese Aufgabe anstellen können. Da wir mit dem Laden keine „juristische Person“ sind und auch nicht beabsichtigen, eine zu werden, fallen wir aus allen anderen potentiellen Förderprogrammen der Stadt raus. An dieser Stelle würde die Gesellschaft, wenn sie es uns über ihre Strukturen ermöglicht eine solche Stelle einzurichten, also durchaus eine außerordentliche Zusammenarbeit fördern.

*Die Kosten hier haben wir in der Gesamtübersicht mit einem Arbeitgeber-Brutto von 606,38 €, entsprechend dieser Website berechnet: https://www.minijob-zentrale.de/SiteGlobals/Forms/Minijob-Rechner/Minijob_Rechner_2018_formular.html

2.) 2000 € Materialkosten für weitere Umbaumaßnahmen

Die bisherigen Umbau- und Renovierungsmaßnahmen haben wir gemeinsam mit den bereits involvierten Nachbarn selbst finanziert und umgesetzt. Der Laden wurde entrümpelt und grundgereinigt, Wände wurden gestrichen, die marode Zwischendecke entfernt, Strom für basale Beleuchtung neuverlegt und der Laden wurde mit einem ersten Teil Möbeln für eine gemeinschaftliche Nutzung ausgestattet.
Allerdings stellen wir fest, dass es noch ein paar Maßnahmen bräuchte, um den Laden tatsächlich multifunktional und einladend für verschiedene Zielgruppen zu gestalten. So ist zum Beispiel die Küche nicht ganz fertiggestellt, ein Teil der Wände müsste verputzt und gestrichen werden, eine Tür zur Toilette fehlt und der Bodenbelag müsste erneuert und weitere Stromleitungen gelegt werden. Wir denken, dass diese Umbaumaßnahmen essentiell sind, um den Laden für eine heterogenere Nutzergruppe attraktiv zu machen und ein breites und diverses Angebot zu ermöglichen.

3.) 500 € Material- und Entwicklungskosten für ein neues Schließsystem
Aktuell entwickeln wir ein neues Schließsystem für den Laden, das erlaubt, die Tür über eine Web-Applikation und später auch per Chip zu öffnen. Unser Ziel ist es, den Zugang zum Laden möglichst niedrigschwellig und einfach zu gestalten, ohne dass es dafür eine Person braucht, die den Schlüssel aushändigt und ohne, die Hausgemeinschaft der im Haus lebenden Nachbar*innen zu belasten. Aktuell befindet sich ein kleiner Schlüsselkasten mit Zahlenschloss im Hausflur des Wohnhauses. Das ist allerdings auf Dauer und bei häufigerer Nutzung keine optimale Lösung.

4.) 300 € für Kommunikationsmittel
Wir wollen die kommenden Monate nutzen um die Nachbarschaft aktiv anzusprechen und über die Möglichkeiten im Laden zu informieren. Dazu planen wir Plakate und persönliche Briefe, sowie Veranstaltungseinladungen. Bisher haben wir die Druckkosten in Eigenleistung finanziert, können das für die Zukunft und in der Regelmäßigkeit die es für eine gute Außenkommunikation bräuchte aber leider nicht mehr stemmen.

  1. ) Mietzuschuss**

Falls es möglich ist den Laden auch mit einem Anteiligen Mietzuschuss zu unterstützen, wäre natürlich auch das eine große Hilfe. So würde uns zum Beispiel die Übernahme der Nebenkosten und ein ge über den 6-monatigen Förderzeitraum extrem entlasten.

**hier würden wir gerne pauschal 600 € für den gesamten Förderzeitraum beantragen

Insgesamt beantragen wir also eine Förderung in Höhe von: 7040 € (aufgerundet, um 1,72 €…)

(ab Dezember 2019)
Bei einer Förderzusage würden wir zunächst die 450 €- Stelle besetzen und dann bereits im Dezember mit den Umbaumaßnahmen im Laden beginnen. Das erste Zwischenziel wäre also der Umbau bis Mitte Dezember.

Parallel würden wir über die 450 € Stelle einmal pro Woche eine Sprechstunde im Laden einrichten und nach außen kommunizieren, sodass Interessierte nicht nur einen festen Ansprechpartner, sondern auch feste Zeiten haben, in denen der Laden „besetzt“ ist. Diese Sprechstunden sollen ebenfalls im Dezember beginnen.
Nach dem Ladenumbau würden wir außerdem mit einer aktiven Ansprache und Aktivierung der Nachbarschaft mittels Info-Briefen beginnen und ein gemeinsames Plenum vor Weihnachten organisieren, bei dem wir alle Interessierten und bereits Beteiligten vor Ort über die neuesten Entwicklungen und Angebote im Laden informieren.
Solche Plenen sollen ab dann einmal monatlich im Laden stattfinden.

(ab Januar 2020)
Durch die bessere Erreichbarkeit auf unserer Seite und die aktive Ansprache der Nachbarschaft, die uns die Förderung ermöglichen würde, wird sich die Aktivität im Laden ab Anfang 2020 wieder sichtbar erhöhen.

(ab Februar 2020)
Den Förderzeitraum würden wir nutzen, um ein tragbares Geschäftsmodell für den Laden zu entwickeln sodass der Laden nach den sechs Monaten in der Lage ist, sich selbst zu tragen. Selbstverständlich wollen dabei keine Gewinne im Laden erwirtschaften, sondern vielmehr ein solidarisch und kollektiv organisiertes Finanzierungsmodell erarbeiten, sodass der Laden sich in Zukunft selbst tragen kann und nicht mehr auf Förderung angewiesen ist.

(bis Ende Mai 2020)
Unsere Ergebnisse und Erfahrungen würden wir bis zum Ende des Förderzeitraums dokumentieren, aufarbeiten und öffentlich zur Verfügung stellen.