Der RAUMWAGEN, unendliche Weiten, wir schreiben das Jahr 2019, dies sind die Abenteuer der Gesellschaft – Wie man unbekannte Welten erfolgreich erforscht beweist das RAUMWAGEN-Team eindrucksvoll. Unser erstes Gemeingut und gleich ein Raumschiff - äh - RAUMWAGEN, naja, irgendwie beides. Er ist ein Aktionsmobil für den Stadtraum, das alles kann: Werkstatt, Bühne, Kino, Café, Infostand, Küche, Diele, Bad, Waschen, Schneiden, Legen. 

Unser erster Pilot: Der Raumwagen

Veröffentlicht am

18/7/2019

Der RAUMWAGEN wurde als erstes Pilotprojekt von der Gesellschaft für die Gesellschaft fertiggestellt. Auch wenn das Bauteam wahrscheinlich ergänzen würde, dass noch die ein oder andere Kleinigkeit zu tun ist, lässt sich gut sehen, wie der RAUMWAGEN stadträumliche Aktionen bereichern kann.

Wie ist der Raumwagen entstanden?

Auf einer Netzwerk-Veranstaltung Ende des letzten Jahres sind verschiedene Menschen und Initiativen zusammen gekommen und haben über die Zukunft der Stadt und gemeinsame Ideen gesprochen.

Aus den von vielen Seiten geäußerten Wünschen nach einem Parkplatzmobil, einer mobilen Küche, Werkstatt und Veranstaltungsraum entstand der Impuls, eine gemeinsame und Initiativen-übergreifende Lösung zu schaffen. Ein Aktionsmobil für alle zu konstruieren, das langfristig nutzbar, professionell gebaut und vielfältig einsetzbar ist. 

Geplant und umgesetzt wurde der RAUMWAGEN von einer engagierten und arbeitsfreudigen Studierendengruppe der Fakultät für Architektur und Landschaft, also in Kooperation mit der Uni. So entstand durch einen gemeinsamen Prozess, die Finanzierung und Mitarbeit vieler Initiativen und die Förderung durch den Innovationsfonds des Kulturbüros und der Gesellschaft eine Kooperation zwischen Stadtgesellschaft, Universität und Verwaltung. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wird einen außerordentlichen Mehrwert für die Arbeit vieler Menschen in Hannover darstellen.

Wer hat den Raumwagen gebaut? 

Ein Unikurs hat eine unglaublich engagierte Gruppe aus Ehrenamtlichen, Studierenden und Profis zusammen gebracht. In mehreren tausend Stunden wurde vom Entwurf bis zur Umsetzung alles im Team gemacht. Ein offener Herstellungsprozess, durch den die Beteiligten mit Sicherheit auch einiges lernen durften. Besonders danken möchten wir an dieser Stelle der Fakultät für Architektur und Landschaft und ihren Bachelor- und Masterstudierenden:

Josefine Albach, Sarah Brandtner, Fabian Dollwet, Felix Fritz, Emil Georgiev, Benjamin Grudzinski, Hussein Kelani, Niklas Kühlenborg, Hana Lotzer, Alexander Mihatsch, Lina Reulecke, Mimke Rohden, Benedikt Schlund, Linnea Schroerschwarz, Carla Schumann, Marleen Stemwedel, Kilian Sterling, Ture Stockter. 

Ihr habt einen wahnsinnig tollen Job gemacht und habt euch hoffentlich außerordentlich gefeiert! 

(An dieser Stelle: Sollte sich jemand von dem inflationären Gebrauch des Wortes ‘außerordentlich’ gestört fühlen, der melde sich gerne unter ausserordentlich@gesellschaftplus.de, wir regeln das privat!)

Bild: Julian Martitz

Außerdem ein dickes Danke an alle Partner*innen, die finanziert, unterstützt und mitgearbeitet haben:

IEK; Dr.-Ing. Renko Steffen, Prof. Dipl.-Ing. Alexander Furche, Dipl.-Ing. Michael Vogt, Alisdair McGlasson, Katrin Lucher, Johannes Dehne B&M Maschinenbau, Innovationsfonds Kunst & Kultur der Landeshauptstadt Hannover, Ingenieurbüro El Aasmi, Transition Town Hannover e.V., Snntg e.V., Fuchsbau e.V., PlatzProjekt e.V., MusikZentrum Hannover, Julian Martitz, Hannover VOIDS, Ökostadt e.V.

Wie kann ich den Raumwagen nutzen?

Den RAUMWAGEN sollen alle nutzen können, die damit öffentlich im Stadtraum denken und ausprobieren. Wir werden schon bald auf dieser Website einen Buchungsvorgang anbieten. Für alle Mitglieder-Initiativen soll diese Möglichkeit kostenneutral angeboten werden. Inwiefern der RAUMWAGEN kommerziell genutzt werden kann und was er kostet, muss noch entwickelt werden. Der RAUMWAGEN wurde als erster Baustein der sogenannten Raumflotte gedacht. Ein dezentrales Netz aus stadträumlichen Modulen, auf das man über eine Buchungssoftware zugreifen kann. So weit sind wir natürlich noch nicht. 

Was soll das eigentlich mit diesen Piloten?

An einem Projekt wie dem RAUMWAGEN, lässt sich schön illustrieren worum es der Gesellschaft geht. 

Wir wollen soweit möglich Dinge teilen und was es darüber hinaus braucht gemeinsam herstellen oder anschaffen. Wir wollen außerordentliche Zusammenarbeit fordern und fördern. Wir erzeugen damit gemeinsame Infrastruktur, die in der Verantwortung von vielen liegt. Gemeinsame Bedarfe wurden ermittelt, ein spannender Lösungsansatz wurde formuliert, Netzwerke aktiviert und gemeinsam an der Umsetzung gearbeitet. Herausgekommen ist ein einzigartiges Produkt, das nach Möglichkeit allen zugänglich wird.

Bild: Julian Martitz